Resonanzen zum "Gespenst von Canterville" 2017:


Liebe Brettlhupfer aus dem Waller Auenland,

Euer Gespenst von Canterville hat mich saugut unterhalten, sehr amüsiert, echt berührt und vor allem staunen lassen - über eine fabelhaft kreative Inszenierung mit einfachen Mitteln, tolle Stunts (aua!) und feinstes Talent.

 

Besser kann ich´s nur mit am Gstanzl ausdrücken:

Für a Vorstellung vo de Brettlhupfa

dad i gwiis aus meim Bettl hupfa.

Weil de san hoit ollaweil

scho - leider geil.

I kimm wieder!

Herzlichst,

 

Liesl Weapon,

Kabarettistin, Gstanzl-Schreiberin und -Sängerin

(u.a. bei Harry G, Grünwald Freitagscomedy, Bild-Videos zum Oktoberfest)


Die Waller Brettlhupfer haben wiederum bewiesen, dass sie es sich leisten können, große Literatur auf die Bühne zu bringen: Inszenierung und schauspielerische Darstellung von Wildes „Gespenst von Canterville“ erlagen in keinem Moment der Versuchung, sich in oberflächlicher Komik und einer herausragenden Fechtszene – die Profis alle Ehre gemacht hätte – zu erschöpfen, sondern berührten durch die Erfahrbarmachung menschlicher Tragik. Es war ein wunderschöner, intensiver Theaterabend, der bereits Vorfreude auf ein Wiedersehen in zwei Jahren weckt! 

 

Prof. Martin Maria Krüger,

Hochschule für Musik und Theater München, Präsident des Deutschen Musikrates


Liebe Brettlhupfer,

euer "Gespenst von Canterville" habt ihr ganz hervorragend auf eure kleine Bühne gezaubert. Tolle schauspielerische Leistungen aller Mitwirkenden und wunderbar herausgearbeitete Musik- und Stuntszenen.

Glückwunsch an Rosi Staber zu Ihrem ersten Regiestreich. Schade, dass Ihr nur alle zwei Jahre aktiv seid.

Herzliche Grüße

 

Sepp Flossmann, Spielleiter von den "Schloßberglern Valley"


 Servus Brettlhupfer!

Meine Hochachtung für Eure Leistung beim "Gespenst von Canterville", großes Theater!

Eine flotte Inszenierung, viel Spaß gepaart mit großer Ernsthaftigkeit. Die Ausarbeitung ist in allen Facetten hervorragend gelungen. Wenn man jemanden herausheben darf, Christian Selbherr als großartiges Gespenst und Rosi Staber für die excellente Regieführung! So macht Theater Freude!

 

Sepp Grundbacher,

Spielleiter Irschenberger Theater


Es war wie immer bei den Wallern außergewöhnlich.

Schauspieler waren alle überragend, gut aufeinander abgestimmt und haben ihre Rollen super interpretiert. 

Eine Inszenierung, die auf Raffinesse, Timing und aktuelle Themen abgestimmt war. 

Alle Schauspieler waren perfekt in ihren Rollen und haben das Publikum von Anfang bis Ende mitgerissen. Es war ein grandioser Abend!

Wir finden es so cool, dass in Wall frei von jeder Tradition gespielt wird und so einfach bei jeder Inszenierung was neues gemacht werden kann. Das macht es halt so besonders.

Wir, die Theaterbühne Warngau, kommen immer wieder gerne.

 

Karin Schwarzer, Vorstand der "Theaterbühne Warngau"


Liebe Waller,
ein Stück eines irischen Autors auf einer boarischen Bühne - das enthält deutlich mehr Lockstoff als die zehntausendste Bauernhofklamauködie.

So unternahmen wir die Reise vom Norden des Freistaates zu Euch in den tatsächlich sonnigen Süden und haben dies keine Sekunde bereut.

Euer beherztes und lustvolles Spiel hat es uns angetan. In der Inszenierung steckte eine Menge Kreativität und wurde vom gesamten Ensemble mit vollem Einsatz auf die Bretter gebracht. Pfiffig und wohltuend war die Idee, den amerikanischen Akzent in die heimische Sprache zu übersetzen. Das hatte so gar nichts Volkstümelndes sondern ließ die Szenen ehrlicher und wärmer wirken. Wir fanden, das hätte sogar zur kompletten "Ami"-Familie gepasst.
Grandios ist der Einsatz des gesamten Vereines und die Inszenierung weit über die Bühnenkante hinaus. Wenn aus Burgespenstern "Gespensterburger" werden, die Theken passend dekoriert sind und das Personal in stilechten Kostümen steckt, dann ist da richtig viel gedacht und gearbeitet worden.


Der Besuch war ein rundum gelungenes Erlebnis, sehr inspirierend und hat die Vorfreude auf Euer nächstes Projekt geweckt. Wall's schee is in Wall!

Eure

 

Birgit und Rüdi Baumann

vom Schauhaufen e.V. aus Kulmbach.


Liebe Brettlhupfer, 
es war wieder eine großartige Leistung  von Euch allen.
Eine tolle Inszenierung mit gelungener Rollenverteilung. 
Schauspielerisch wieder auf hohem Niveau. 
Großes  Kompliment an die Regisseurin Rosi Staber.
Als Waller Bürger bin ich stolz, eine so talentierte, spielfreudige Truppe
im Ort zu haben.
Danke und macht weiter so..

Jakob Weiland,

2. Bürgermeister und Kulturbeauftragter Gde. Warngau


Ihr wart wieder einmal super. Die Inszenierung des Stückes war fabelhaft. Herzlichen Dank für den wunderschönen Abend. Macht‘s weiter so!!!

Bis zum nächsten neuen Stück. Ich freue mich heute schon riesig.

Ingrid Pongratz,

stv. Landrätin, 1. Bürgermeisterin, Miesbach


Die Waller „Brettlhupfer“ haben mit dem neuen Stück Ihre besondere Klasse wieder unter Beweis gestellt.

Exzellente Theaterspieler

Tolle Aufmachung

Kostüme und Bühne perfekt 

Einfach super!

  

Herzliche Grüße

 

Klaus Thurnhuber,

stv. Landrat, Bürgermeister, Warngau 


Wir fanden besonders schön, wie ihr den gesamten Zuschauerraum mit einbezogen habt. Auch den Service, was die Karten betrifft, mit Umbuchungsstress etc. fand ich sehr sympathisch. Die Tochter von den Amis fanden wir emotional sehr überzeugend . Das Bühnenbild gefiel Angi recht gut. Ich fand die Drehtür vom Gespenst im Bilderrahmen ziemlich geschickt. Das Gespenst hatte durch Christian wieder mal eine skurrile Note bekommen. Die Lichteffekte waren proffessionell eingesetzt. Ich fand es besonders schön, dass das Liebespaar immer ihr bayrisch einsetzte, wenn es um den Ausdruck von Gefühlen ging. Insgesamt ein gelungener Abend, der uns viel Spaß machte.

Schönen Gruß 

Angi Schröder und Alex Aziz Tchelebi,

Musiker (u.a. „Strawanza“)


"Das Gespenst von Canterville“:

Eine persönliche Widmung

von Claudia Brodzinska-Behrend

 

„Ihr seid aus dem selben Stoff, aus dem die Träume sind“, sagte ein großer Theater-Mann über Schauspieler. Einer wie der Andere von Euch Brettl-Hupfern verwirklicht das.

Wie wunderbar!

 

Rosi Staber hat aus Euch allen Wunderbares herausgelockt.

Dinge, die tief in Euch vorhanden sind, dabei sitzt auf Rosis Schulter die Magierin Steffi Baier, all das Geschehen durchflutend.

 

Eleonore Steffi Stocker, hingegossen auf´s Canapee, ganz in Erwartung wie ein Marien-Bildnis. Wie schön ist sie anzuschauen in ihrer Stille.

Dann Christian Selbherr in der ersten Szene, voll von unsittlicher Kraft und Verruchtheit. Dann nach dem Mord der Zusammenbruch, wissend für immer verflucht zu sein, wie schaudert es uns.

Der Judas, der Verräter, Verleumder Markus Dorn, glaubhaft in seiner verzweifelten Liebes-Sucht und zum Verräter verdammt.

Nun, 400 Jahre später im Schloß, durchwirkt vom Bann des Bösen.

Die Lady Maria Obendorf, fast in hämischer Freude in ihrer Erwartung des Unglücks, getrieben von großer Mitleidslosigkeit. Ganz groß gespielt.

Benson und Ellie, Michael Zehrer und Ursula Lippkau, wie leblose Statuen an die Wand gepresst. Ursula wissend um alles Unheil, fast lautlos über die Bühne huschend, mit großem Selbstbewusstsein und ein wenig aufmüpfig. Michael in vollendeter Würde, fast unbewegt in seinem Mienenspiel, er weiß dass er mit seiner inneren Gelassenheit jederzeit eingreifen kann.

Nun aber der krachende Einzug der Amerikaner.

Mrs. Otis, Annette Höller, hinreißend tänzelt sie wie eine Barbie-Puppe durch die Gegend.

Eine Augen-Weide, Annette in ihrem perfekt gelungenen Akzent einfach begeisternd.

Mr. Otis, Ludwig Stürzer, ein Diktator in der Familie, einfach ein bisschen fies in der Erziehung seiner Kinder. In den süßlichen Küsschen mit seiner Frau steckt eine sehr abgekühlte Leidenschaft.

Die Söhne John und William, Korbinian und Peter, bringen in die ganze Gesellschaft prickelnde Unverschämtheit und ein Temperament, das nicht zu bändigen ist. Sie planen den Mord am Gespenst, mit diebischer Freude zu töten.

George de Malvosin, Albert Ambacher. Er weiß, dass er das letzte Opfer sein wird, ohne Angst so scheint es, geht er seinen schicksalhaften Weg, bewaffnet mit Schwert und Rettungs-Gedanken.

Die sind für ihn die Begegnung mit Virginia Sylvia Berghammer, die durch das ganze Geschehen sich durchtastend, wissend durch die Prophezeiung, dass sie es sein wird, die Rettung durch erlösende Liebe zu sein. Die Liebe zwischen George und Virginia lassen beide leuchtende Wesen sein, den Sternen gleich.

Nun aber im zweiten Akt schnürt es einem die Kehle zu, wenn das Gespenst Christian Selbherr zwischen auferlegte Mord-Gier und tiefster Verzweiflung einen Weg der Läuterung und Ewigkeits-Erfahrung beschreitet. Wie er sich bewegt, suchend, den Ausdruck seiner Hände, seiner mörderischen, fast selbst erschrocken dirigiert, als gehörten diese Gliedmaßen schon dem Jenseits an, losgelöst von seinem unheilvollen Körper.

Christian in seiner Dynamik kostet jedes Wort, jeden Gedanken, den er zum Leben erweckt, so leidenschaftlich und voller Hingabe aus, als wäre er nicht von dieser Welt. Wenn man diesen Christian wie so oft erleben durfte, dann wird die eigene Seele so durchgerüttelt, dass man nicht anders kann, als zu spüren, dieses Talent muss von Engeln begünstigt sein.

 

Euch allen, meine geliebten Wesen – danke ich mit aufgewühltem und beglücktem Herzen,

Eure Claudia

 

Claudia Brodzinska-Behrend, Schauspielerin